
Beethovens Diabelli-Variationen
"Die Wut über den verlorenen Groschen" lautet das Rondo, welches der Pianist David Meier virtuos anlässlich der Benefiz-Matinée in der Rotunde des Steigenberger Grandhotel Petersberg interpretierte. Der Lions Club Bonn-Beethoven hatte unter der Präsidentschaft von Benjamin Dahm zu dieser Matinée zugunsten des Ankaufs von Beethovens Originalhandschrift "33 Veränderungen über einen Walzer von Anton Diabelli" geladen und es kamen zahlreiche Beethovenfreunde auf den Petersberg, um das Vorhaben zu unterstützen. Für Andreas Eckhardt, Direktor des Beethovenhauses, wurde so aus der "Wut über den verlorenen Groschen" die Freude über den gewonnenen Euro, denn die Matinée bescherte ihm einen Erlös von über 8.000 Euro.
In seiner Einführung wies Eckhardt auf die einmalige Gelegenheit hin, die sich dem Beethovenhaus derzeit biete. Kein Originalautograph von derartigem Weltrang werde in absehbarer Zeit wieder zum Verkauf angeboten. Die Handschrift werde digitalisiert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
David Meier, der den Bonnern noch als Semifinalist, Kammermusikpreisträger sowie Publikumsfavorit der letzten Beethoven Competition in guter Erinnerung ist, begeisterte die Anwesenden mit seinen Interpretationen der "Eroica-Variationen" Beethovens, Schuberts Impromptu B-Dur (D 935/3) sowie dem erwähnten Rondo a Capriccio G-dur (Op. 129) "Die Wut über den verlorenen Groschen". Dahm bedankte sich bei dem Pianisten und hob besonders hervor, dass Meier zugunsten des guten Zwecks der Matinée auf ein Honrar verzichtete.
Nach einem Sektempfang bei herrlichem Wetter genossen die Gäste die Aussicht von der Terrasse des Grandhotels und ließen die Matinée bei einem Dreigangmenü ausklingen.